Weite Blicke in die Harzbörde

Ob wir unsere für den 9. Juni 2018 geplante Wanderung um die „Schwedenschanze“ bei Bad Gandersheim durchführen konnten, stand noch bis kurz vor dem Termin nicht fest. Die Stürme und vor allem das Unwetter im Mai, das das Flüsschen Gande zu einem reißenden Fluß werden ließ, hatten zu schweren Schäden in Bad Gandersheim geführt. Unser Wanderführer Rolf hatte sich deshalb vorher mit Dr. Rolf Holbe vom KVV Kur- und Verkehrsverein Bad Gandersheim in Verbindung gesetzt. Es gab „grünes Licht“. Allerdings mussten einige umgestürzte Bäume „überwunden“ werden.

Beim Eintreffen in Bad Gandersheim konnten wir beim Parkplatz das Ausmaß der Überschwemmungen noch sehen. Die Wassermassen der Gande hatten mitten in der Stadt große Schäden verursacht.

Dr. Rolf Holbe begleitete unsere Wandergruppe (21 Personen) bei bestem Sommerwetter auf der Wanderung, die auf halber Höhe um die „Schwedenschanze“ führte.  Dr. Rolf Holbe konnte uns viel über diese schöne Landschaft mit Ihren weiten Ausblicken auf die Harz- und Heberbörde berichten. Auch geschichtlich ist diese Landschaft nennenswert. So durchzogen schon römische Legionen die südliche Börde und viele Jahrhunderte später zogen schwedische Herrscharen durch die nördliche Börde.

Für geübte Augen gab es am Wegesrand einiges zu entdecken, Bärlauch, die wilde Karde und die Tollkirsche, um nur einige zu nennen. Ein großes Highlight war dann mitten in der Landschaft ein großer Kirschbaum am Wegesrand. Ein großer Teil des Baumes war zwar abgebrochen, aber der Baum war voll von wohlschmeckenden Kirschen. Dies führte zu einer ungeplanten Pause.

Nach unserem Abstieg führte uns Rolf zielstrebig zu einer Kneipp-Anlage, die im Kurpark von Bad Gandersheim den Besuchern zur Verfügung steht. Eine herrliche Erfrischung!

Unsere Wanderung endete dann mit Kaffee und Kuchen im Cafe im Kloster Brunshausen. Auf unserer Busrückfahrt holten uns dann noch einmal die Auswirkungen des Unwetters ein. Die Zufahrtsstraße zur Autobahn war infolge der Schäden gesperrt. Wir fuhren deshalb über Landstraßen zur übernächsten Auffahrt und konnten so noch die Landschaft kennen lernen, durch die der Roswitha-Fernwanderweg, der nach Roswitha von Gandersheim benannt wurde, führt.